Helm und Protektoren-Testbericht Powerslide 6. August 2009


Der Helm

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Mein erster Eindruck: Der Pro-Series-Helm „phuzion2“ von Powerslide sitzt auf meinem Kopf wie auch den Köpfen mehrerer anderer Personen sehr gut und lässt sich mit einem Drehverschluss im Nacken gut anpassen. Er ist 237 Gramm leicht und somit rund 50 Gramm leichter als mein Bell-Helm, der mehr als dreimal so teuer war. Die vielen Lüftungsschlitze sehen Vertrauen erweckend aus; da könnte sogar ich, die ich zum Überhitzen des Kopfes neige, Chancen haben, den Helm zu ertragen. Jedenfalls stört er beim Aufsetzen nicht, was schon das Beste ist, was ich von einem Helm erwarten kann.
Der Praxistest: Die erste Testfahrt bei 17° C Außentemperatur bestätigt den Eindruck ohne Belastung. Ich überhitze nicht. Nächste Stufe ist eine lange Ausfahrt bei Temperaturen um 25°C. Da erreiche ich meine Grenze, angesichts windstiller Abschnitte würde ich mir einen Ventilator auf dem Kopf wünschen. Aber immerhin kann ich den Helm während der gesamten Strecke aufbehalten, was bei diversen Billighelmen vorher nicht der Fall war: Da war schon bei Temperaturen unter 15°C die Schmerz- bzw. Absetzgrenze erreicht.
Eine Kleinigkeit allerdings fehlt mir: Ein Sonnenschild, das ich als Brillenträger gern auch als Regenschutz nutze. Es dürfte aber nur eine Kleinigkeit sein, zwei Bohrungen anzubringen und dann beispielsweise ein Bell-Schild nachzurüsten.
Auf den Crashtest verzichte ich lieber, den haben bestimmt schon Prüfer im Labor durchgeführt.
Fazit: Hier bekommt man für vergleichsweise sehr wenig Geld einen guten Nordic Skating  Helm mit ordentlicher Belüftung. An die Kopffrische eines Helmes der Spitzenklasse kommt er zwar nicht ganz heran, aber für moderate Belastungen bei durchaus sommerlichen Temperaturen ist er selbst für hitzeempfindliche Menschen zu empfehlen.

Die Knieprotektoren

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Mein erster Eindruck: Die Powerslide „pro-series“ Knieprotektoren wirken auf den ersten Blick recht filigran, was durch die Verwendung von schwarz-weiß-Kontrasten erreicht wird.  Das V-förmige Kniepad aus Hartplastik ist aber nicht nur optisch schön gemacht, sondern auch funktionell, wie man beim Anlegen sofort merkt: Da ist ein Verrutschen zur Seite kaum möglich. Die gängige doppelte Halterung – Gummibänder plus Klettverschlüsse – sorgt für einen sehr festen Sitz dieser Protektoren. Anfangs erscheint es mir fast zu fest, jedoch erweist sich schnell, dass da gar nichts stört. Beim ersten Anlegen fällt mir auch auf, dass ich die Beine nicht ganz durchstrecken kann: Tue ich es doch, drückt das untere Ende des Protektors gegen mein Schienbein. Ob das beim Skike fahren nicht stört?
Der Praxistest: Ich skike los – und spüre gar nichts von den Protektoren. So muss es sein! Die Form ist perfekt für’s Skaten geeignet – die ohnehin vorhandene Kniebeugung sorgt dafür, dass beim Fahren gar nichts mehr drückt. (Und wer mit zu geraden Beinen fährt, wird durch diese Protektoren dezent auf die richtige Fahrhaltung verwiesen.) Auch die anfangs als recht stramm empfundenen Verschlüsse nehme ich nicht mehr wahr. Sehr positiv zu vermerken ist dafür, dass auch auf vielen Kilometern kein einziger Klettverschluss unbeabsichtigt aufgeht. Wird es richtig schwül und warm, hält mich natürlich auch das verwendete „COOLMAX“-Material nicht vom Schwitzen ab, aber diesen Preis werde ich wohl bei allen Protektoren für die gewonnene Sicherheit zahlen müssen. Bislang bin ich nicht auf die Knie gefallen und möchte auch dem Testbericht zuliebe keinen Sturz  mit meinen Skikes provozieren. Ich erwarte aufgrund des guten Sitzes, dass sich im Fall eines Falles die Protektoren nicht verschieben, sie scheinen wirklich an die Kniescheibe angeklebt zu sein.
Fazit: Diese Protektoren zeichnen sich durch eine gewisse Eleganz aus, die mit einer enormen Funktionalität einhergeht. Sie sitzen hervorragend und haben einen sehr guten Verschluss. Da wird das Leben auf Skikes erheblich sicherer

Die Ellenbogenprotektoren

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Mein erster Eindruck: Wie die Knieprotektoren von Powerslide wirken sie recht filigran, vergleicht man mit so manch anderem Produkt auf dem Markt. Die Form ist perfekt an die des Ellenbogens angepasst, aber an die des in einem bestimmten Winkel gebeugten Ellenbogens, wie von einer Hartplastikschale auch nicht anders zu erwarten. Ich habe zunächst große Zweifel, ob das beim Nordic-Cross-Skating dem Stockeinsatz nicht hinderlich ist und bin gespannt auf den Praxistest.
Der Praxistest: Ich bin überrascht, dass diese Protektoren mich beim Stockeinsatz absolut nicht behindern, obwohl sie ja mehr oder weniger nur für eine Armstellung gemacht zu sein scheinen. Noch mehr überrascht mich, dass sie da bleiben, wo sie hingehören. Alle anderen Skating-Ellenbogenprotektoren, die ich bislang beim Skaten  ausprobiert hatte, hingen nämlich früher oder später am Handgelenk. Nicht so bei den Powerslide-Exemplaren. Auch nach knapp 30 Kilometern sitzen sie genauso gut und fest wie zum Anfang, nur spüre ich sie überhaupt nicht mehr! Bei Hitze und Schwüle verhindern sie das verstärkte Schwitzen natürlich nicht, aber das nehme ich für den guten Schutz gerne in Kauf.
Fazit: Wie die Knieprotektoren sind die Ellenprotektoren perfekt in Form und Funktion Plissees. Sie sind für unseren Nordic-Skating Sport absolut empfehlenswert.

Autorin:

Dr.  Sigrid Hoch

Plissees

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