Vorstellung und Test der Skike-Schutzbleche 30. December 2007
ndlich sind sei da, die lange angekündigten Schutzbleche für die Skikes! Bei jeder Regenfahrt fiel mir bisher ein, dass es auch trockener ginge, wenn nur das Wasser an meinen Schuhen vorbei, anstatt durch sie hindurch geleitet würde. Das Warten hat sich gelohnt. Die kleinen praktischen Plastikteile sehen wirklich so chic aus, wie auf der Skike-Website abgebildet. Sie verschandeln keinesfalls die sportliche Optik der Skikes und ich denke auch nicht, dass ich als verweichlicht gelten werde, nur weil ich künftig einen Teil des Wetters an mit vorbei leiten werde. Dafür werden die Trainingsumfänge und Touren bei Regen mit Sicherheit zunehmen!
In schwarz, blau und rot sind sie erhältlich, so wie die aktuellen Farben der Skikes V07. Nur die kleinen Skikes S werde ohne Schutzbleche auskommen müssen. Der Preis ist erschwinglich, für 19,95 € kann man Besitzer eines vierteiligen „Schmutzfänger Sets“, wie es bei Skike heißt, werden. Zu den vier Kunststoff-Kotflügeln gesellt sich noch rund ein Dutzend kleiner Schrauben zur Fixierung am Skike. Zwingend notwendig ist das Eindrehen der Schraube, welche die vordere Schmutzblende am Rahmen befestigt, der Rest wird gesteckt. Da sich möglicherweise beim ersten Schotterkontakt eines der kleinen Plastikteile unbemerkt verabschieden kann, besteht die Möglichkeit, alle Steckverbindungen mit den kleinen Schrauben so aufzuspreizen, dass die Verbindung bombenfest hält. Endlich wissen wir, wozu Skike so viele unbenutzte Löcher in den Skikerahmen gemacht hat!
So kannte men seine Skikes bisher nach genussvollem Cross-Skating…

Aber vielleicht waren es noch nicht genug Löcher, denn nach der Montage der Skike-Schutzbleche kann es zu geringen Einschränkungen in der Nutzung kommen.
1. Der kürzeste Radstand, kann bei montierten Schützern nicht mehr verwendet werden. Abhilfe schafft die Benutzung des mittleren Radstandloches.
2. Skiker mit grenzwertig großen Schuhen stoßen möglicherweise an das vordere Schutzblech. Eine Sohlenlänge von 325 mm (oft Schuhgröße 46½ oder engl. 11½) sollte aber gerade noch passen.
3. Fans von Grobschotter und zähem Schlamm müssen sich darauf gefasst machen, dass die Räder leichter stecken bleiben. Dies ist durch den engeren Raddurchlass technisch nicht zu vermeiden.
4. Wenn sich größere Steine in die Schutzbleche einfädeln oder gegen die Abstützung zum Rahmen schlagen, besteht immer Bruchgefahr. Man sollte nicht erwaten, dass die Schutzbleche härteste Gangart im Gelände ohne Schaden überstehen. Die härteren Crosser werden daher eher doch die Variante ohne Schutzbleche praktizieren.
Doch die Vorteile der kleinen Zubehörteile überwiegen und vergrößern den Spaßfaktor der Skikes enorm. Endlich häufiger und ausdauernder bei Nässe trainieren und zudem in einem sozial verträglicheren Erscheinungsbild nach Hause kommen!
In erfrischendem Design harmonieren die neuen Schutzbleche mit den Skikes

Bei der ersten Probefahrt rollte ich zunächst erst etwas skeptisch nur durch flache Pfützen. Als die erwartete kalte Fußdusche ausblieb, traute ich mich in immer tiefere Gewässer. 5 cm Tiefe waren beim geraden Durchqueren der Pfützen überhaupt kein Problem. Beim Skating-Schritt dagegen stellt sich wieder das bekannte Phänomen ein, dass die Schuhinnenseite mehr Schmutz und Nässe abbekommt als die Außenseite. Nur, das es sich auf einen Bruchteil des gewohnten Ausmaßes beschränkt. Wer so trocken wie möglich ankommen möchte, sollte sich bei Wasserdurchfahrten in paralleler Skikeposition durchrollen lassen oder den Doppelstockschub anwenden. Bald ertappte ich mich, dass ich flachere Pfützen gar nicht mehr umsteuerte, sondern „rücksichtslos“ durchfuhr. Für mich am erstaunlichsten war die Tatsache, dass die hinteren Schützer, trotz einer sichtbaren Lücke zur Bremse, nicht die kleinsten Spitzer an meine Beine ließen. Das spricht für die ausgeklügelte Auslegung der Heckschutzbleche.
Der Fahrer bleibt deutlich sauberer. Interessant zu beobachten: Auch die Außenseiten der Skikes bekommen weniger ab.

Der „Härtetest“ im Schlamm war vielleicht nicht hart genug, denn es gab keine einzige unfreiwillige Bremsung durch festgesetzte Räder und damit keinen Grund zur Beanstandung. Es wird sicher Situationen geben in den man die Räder zum Stillstand zwingt, aber zumindest auf meinen Teststrecken, war wohl die Mischung des Geländes sehr vorteilhaft. Immer wieder konnte ich durch reines Wasser fahren und damit eventuelle Sedimentablagerungen in den Schutzblechen auswaschen. Noch ein Pluspunkt bringen die kleinen Plastikteile mit sich: Der Rahmentunnel wird von vorn fast völlig gegen Schmutz abgeschirmt, so dass ein schlammbedingte Gewichtszunahme unterwegs sogar geringer ausfallen kann als ohne Schützer. Das Gewicht der kleinen Teile kann mit exakt 100 Gramm getrost vernachlässigt werden.
Jetzt gilt das Wetter beim Skiken nicht mehr als Ausrede - wir sehen uns im Wald…!
Frank Röder
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