Häufige Fehler von Cross-Skating- und Skike-Anfängern 10. June 2007

skiking anfänger tipsHäufige Fehler von Cross-Skating- und Skike-Anfängern

1. Ungeeignetes Schuhwerk. Gerade für Anfänger ist ein direkter Kontakt zum Skike, die wichtigste Grundlage für sicheres Skiken und einen schnellen Lernerfolg.

2. Keine Schutzkleidung. Wer sich bei seinen ersten Schritten auf Skikes nur im Schritttempo bewegt, braucht theoretisch weder Protektoren noch Helm. Aber wie schnell wird man ein wenig schneller und kommt in Temporegionen wo man bereits unkontrolliert stürzen kann? Also anfangs lieber mehr als zu wenig an Schutzkleidung anlegen. Ausziehen geht später immer noch. Was man immer tragen sollte: Gute Handschuhe, denn mit den Händen hat man im „Notfall“ eigentlich immer Bodenkontakt.

3. Zu wenig Kniebeugung. Wichtig für eine kontrollierbare Skike-Technik ist eine ständige minimale Beugung der Knie beim Stehen und Fahren auf den Skikes. Bei Unsicherheiten oder um Kraft zu sparen flüchten sich Anfänger oft in die Kniestreckung und werden dann besonders unsicher. Also: Auch wenn es anstrengend ist, die Knie bleiben immer zumindest etwas gebeugt (auch beim Bremsen!).

4. Sich ohne Bremserfahrung weitertrauen. Egal was man am ersten Tag noch auf seinen Skikes noch vor hat, Bremsen üben ist die wichtigste aller Übungen. Beschleunigen – Bremsen, Beschleunigen – Bremsen, immer wieder. Dabei die Bremse unbedingt optimal einstellen. Nach einigen Dutzend Wiederholungen kann man so sicher bremsen, dass man im Notfall schon darauf zurückgreifen kann.

5. Zu viel auf einmal einüben wollen. Nicht alles gleichzeitig versuchen zu lernen! Skiken und Cross-Skating ist eine komplexe, wenn auch nicht hochkomplizierte Angelegenheit. Man hat in kurzer Zeit recht viel lernen und schnell ausreichende Sicherheit gewinnen, wenn man geduldig und systematisch vorgeht. Systematisch bedeutet von allem, dass die Übungen aufeinander aufbauen müssen und komplizierte Abläufe erst begonnen werden, wenn die einfacheren Grundlagen ausreichend beherrscht werden. Teilbewegungen werden später zur Gesamtbewegung zusammengefügt.

6. Zu starker Stockeinsatz, besonders wenn es schwierig wird. Deswegen beginnt man ohne Stöcke. Sonst wird der Stock aus den Not heraus mehr als Krücke, denn als Antriebshilfe benutzt und man gewöhnt sich diesen Fehler an.

7. Die Übungsstrecken werden zu lang gewählt. Aus sportlichem Ehrgeiz erlauben sich auch Anfänger zu wenige Pausen und üben oft bis zur Erschöpfung. Ein erschöpfter Körper ist nicht trainierbar und ein ermüdeter Kopf nicht lernfähig. Und gerade diese Grundlage zum Lernen erreicht man nur, wenn man Pausen einlegt, bevor man zu sehr ermüdet ist. Lieber nur ein paar Sekunden (später Minuten) eine Übung durchführen, dann eine kurze Pause machen und mit voller Konzentration und Koordination neu beginnen. Immer wieder und wieder.

Viel Spaß beim ersten Skiken!

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