Die Effektivität des Skike-Trainings 6. May 2007

Worauf beruht die Wirksamkeit des Skike-Trainings?
Welche Auswirkung hat Skiken auf den Körper?

skiking_03.jpg

Die Auswirkungen vom Skiking sind äußerst vielfältig und angenehm. Nachfolgend wird im Speziellen auf die positiven Wirkungen von Skike Training eingegangen. Am besten kann man die Aussagen sicherlich nachvollziehen, wenn man schon einmal selbst auf Skikes gestanden hat. Aber auch für Neulinge und Interessierte sind diese Tatsachen sicherlich wertvoll.

Skiken belastet den gesamten Körper und beugt so einseitige Belastungen mit Verletzungsfolgen, wie sie in anderen Sportarten auftreten vor. Um die ausgeglichene Belastung noch zu unterstützen, kann man seinen Stil unterwegs auch wechseln. Unterschiedliche Belastungen der Arme und Beine sorgen auch für viel Abwechslung und Spaß. Langeweile kommt sowieso auf Skikes nie auf.

Ein weiterer Pluspunkt bei Skike ist, dass man selber bestimmt, wie intensiv das Training sein soll. Man kann einfach nur gemütlich „spazieren skiken“ oder die Belastung bis zur Leistungsgrenze erhöhen. Ganz so, wie es einem beliebt. Dabei ist eine hohe Belastung erstaunlich schonend für den Körper.

Trotzdem muss das Herz-Kreislaufsystem die Mehrbelastung erst einmal bewältigen. Auch Leistungssportler werden sich wundern, wie hoch der Dauerpuls auf Skike wird und wie mühelos man ihn durchhalten kann. Anfänger und Untrainierte sollten jedoch erst einmal langsam beginnen und sich eine Eingewöhnungsphase von 6 bis 10 Wochen gönnen. Erst dann ist eine höhere Trainingsbelastung sinnvoll und gesund. Der Rat eines kompetenten Trainers ist dabei sehr hilfreich und eine lohnende Investition.

Wenn man sein Skike Training beendet hat, stellt man fest, dass man sich sehr schnell wieder erholt. Viel schneller als z.B. nach einem intensiven Lauftraining. Selbst, wenn man sich mal so richtig ins Zeug gelegt hat, fühlt man sich nach kurzer Zeit wieder fit. Woran liegt dies? Die Belastung während des Skike Training verteilt sich auf praktisch alle Hauptmuskelgruppen des Körpers, was dazu führt, dass einzelne Muskelgruppen nicht völlig „ausgelutscht“ werden. Eine Überlastung der Muskulatur findet somit praktisch nie statt. Durch diese gleichmäßige Belastungsverteilung ist man in der Lage, eine enorme Gesamtbelastung auszuhalten, ohne sich wirklich zu überlasten. Herz-Kreislauf Patienten sollten sicht in jedem Fall, sich an die Anweisungen des behandelnden Arztes zu halten. Nicht für jeden ist eine hohe Belastung gesund!

skiking_04.jpg

Der Energie- und Sauerstoffverbrauch beim skiken ist enorm hoch. Untersuchungen haben ergeben, dass nur beim Skilanglauf ähnlich hohe Werte zu messen sind. Das macht Skikes zu einem idealen Sportgerät zum Abnehmen. Teilweise auch durch den Stockeinsatz ist der Energieverbrauch sicherlich um 8-12% höher, als beim schnellen Rad- oder Lauftraining. Die beim Nordic Blading und Nordic Walking teilweise leichtfertig genannten +40% Energieverbrauch durch den Arm- und Stockeinsatz treffen sicherlich weder auf das Nordic Blading & Nordic Walking noch auf Skikes zu. Der Sauerstoffumsatz und Energieverbrauch ist durch Cross-Skiken im Extrembereich so weit maximierbar, dass sogar hoch trainierte Sportler nach nur einer Stunde auf Skikes schon ein massives Hungergefühl und einen enormen Durst entwickeln können.

Ein weiterer Vorteil vom Skike Training ist, dass es relativ wenige nachgebende Bewegungen gibt, wie es z.B. beim Joggen der Fall ist. Nur in einem sehr geringen und sehr wünschenswerten / sinnvollen Umfang findet man diese Bewegungen auch beim Skiken. Es überwiegen gut kontrollierbare langsame Kraftausdauer-Bewegungen, welche besonders schonend sind. Ungesunde Rumpfbewegungen oder extreme Gelenkwinkel findet man beim Skiken praktisch nicht. Als Anfänger sollte man seinen Fahrstil trotzdem idealerweise von einem Fachmann begutachten lassen, damit man sich nicht skike-untypische Bewegungen angewöhnt, die eventuell doch ungesund sein könnten bzw. Schmerzen hervorrufen. Solche technischen Fehler können durch Unsicherheit entstehen, obwohl Skiken im Fitnessbereich maximal eine mittlere Schwierigkeitsstufe bezüglich der koordinativen Fähigkeiten einnimmt und somit recht leicht erlernbar ist. Das macht Skikes auch zu einem sicheren Fitnessgerät, auf welchem man sich bei hoher Trainingswirksamkeit verletzungsarm, entspannt und angstfrei belasten kann. Aber unabhängig von der Trainingswirksamkeit wird einem jeder Skiker bestätigen, dass der Spaß beim Skiken sehr schnell aufkommt und nicht wieder aufhört.

Es gibt aber noch andere Vorteile beim Training auf Skikes. Fortgeschrittene Skiker können durch zusätzlichen Einsatz der Wadenmuskulatur noch mehr Muskelgruppen einsetzen, als beim Skilanglauf und folglich noch intensiver und besser trainieren. Dabei sind die eingenommenen Gelenkwinkel sogar noch schonender, als beim Skilanglauf, weil man die Beine etwas mehr unter dem Körper bewegt und folglich weniger in die Grätschposition gehen muss. Dies liegt daran, weil man nicht wie beim Langlauf Gefahr läuft sich auf die Ski-Enden zu treten. Von dieser Tatsache profitieren vor allem die Knie- und Hüftgelenke und die allgemeine Balance ist natürlich auch besser.

evi_trainiert-400p.jpg

Ein weiterer sehr interessanter Punkt, der bei Skikes hinzukommt ist der Rütteleffekt. Diesen Effekt erzielt man auf Skikes, wenn man sich im Gelände, auf rauen Wegen oder Schotterpassagen bewegt. Manche Abfahrtsskifahrer und RaHa-Patienten kennen diese Wirkung bereits, weil sie auf so genannten Rüttelplatten trainieren. Durch neue Vertriebswege sind diese Rüttelplatten heutzutage wieder in Mode gekommen und sind gerade für Leute, die wenig Zeit haben eine sinnvolle Trainingsalternative für die Muskulatur. Die Muskulatur und die Gelenke profitieren enorm vom Rütteleffekt. Das Kniegelenk lernt die minimalen Stöße zu koordinieren und wird stabiler (im orthopädischen Sinne). Die Muskulatur reagiert auf die Vibration (Rütteleffekt) mit einer stärkeren Durchblutung und einem höheren Kraftzuwachs, als ohne Vibration. Auch die Dichte der Knochen und die Festigkeit des Bindegewebes profitieren vom Rütteltraining. Auch bei Moutainbikern ist dieser Effekt bekannt und geschätzt. Sie erzielen einen nahezu unerklärlichen Kraftzuwachs durch harte Downhill Abfahrten, bei denen die Muskulatur und die Gelenke auf unendlich viele Erschütterungen reagieren müssen.

Es gibt momentan noch keine sportwissenschaftliche Untersuchung des Skike Trainings. Die aufgeführten Vorteile beruhen auf jahrelangen Erfahrung eines Triathlon Coachs, der ungefähr 5000 km auf Skikes zurückgelegt hat. Aber unabhängig von wissenschaftlichen Studien steht fest, dass wer erst einmal ein regelmäßiges Training auf Skikes begonnen hat, auch ohne solche Zahlen davon überzeugt sein wird ein wirklich hocheffizientes und spaßbetontes Training für sich entdeckt zu haben. Darüber hinaus sind Skikes nicht nur gut für den Körper, sondern auch für das allgemeine Wohlbefinden. Man ist in der Natur, erlebt seinen Körper und hat riesig viel Spaß dabei. Das tut auch der Seele ungeheuer gut und sorgt für allgemeine Zufriedenheit.

Share and Enjoy: Diese Icons verzweigen auf soziale Netzwerke bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • Technorati
  • DZone
  • Wists
  • blogmarks
  • YiGG
0 Kommentare

Tags/Schlagworte

Verwandte Artikel